Die Erfolgsgeschichte des Gustav Klimt

Gustav Klimt

Gustav Klimt war einer der bedeutendsten Maler des Wiener Jugendstils. Er wurde als zweites von sieben Kindern am 14.Juli 1862 in Baumgarten bei Wien geboren. Seinem Vater, einem Goldschmied, nacheifernd besuchte Klimt von 1876 bis 1882 die Kunstgewerbeschule in Wien. Ein Jahr später eröffnete er mit seinem jüngeren Gustav KlimtBruder Ernst und dem Künstler Franz Matsch sein erstes Atelier. Sein Spezialgebiet waren Dachfresken, Theatervorhänge und Wanddekorationen. 1887 war Klimt Mitbegründer der „Vereinigung Bildender Künstler in Österreich“, dessen Präsident er wurde. Klimt war einer der treibenden Kräfte der Wiener Sezession, der Abkehr von der akademischen Tradition. Er legte das Amt als Präsident 1905 aus Protest gegen den Stil einiger Mitglieder nieder und trat aus der Vereinigung aus.

Die Geister und Gelehrten scheiden sich an Gustav Klimt zu seinen Lebzeiten. Als er zwischen 1900 und 1903 für die Wiener Universität drei monumentale Deckengemälde schuf sorgten seine Abstraktionen auf komplettes Unverständnis und lösten einen Skandal unter den Auftraggebern aus.

Die Werke Klimts nach 1907 sind sehr stark vom Expressionismus beeinflusst. Klimt starb 1918 im Alter von 55 Jahren im Allgemeinen Krankenhaus in Wien an den Folgen eines Gehirnschlags.

Klimt, der Rockstar der Szene

Ungeachtet aller Kritik hatte Klimt eine magische Anziehungskraft auf die Damen der Wiener Oberklasse, welche Klimt immer wieder aufsuchten um sich portraitieren zu lassen. Ihm wurden unzählige Verhältnisse zu seinen „Motiven“ nachgesagt. Die Tochter von Serena Lederer ließ sich sogar amtlich bescheinigen, dass Gustav Klimt ihr Vater sei und nicht der der Angetraute Ehemann von Serena Lederer.

Im zweiten Weltkrieg zerstörten die Nazis viele von Klimts Werken, darunter auch die 3 monumentalen Gemälde der Universität Wien.

Heute gilt der zu Lebzeiten teilweise geächtete Gustav Klimt als bedeutendster Meister des Jugendstils in Wien und weit über die Landesgrenzen hinaus. Klimt war unter anderem Thema einiger beachteter Dokumentationen, darunter der Film „Stealing Klimt“, einem Werk von Jane Chablani aus dem Jahr 2006.